Forschungs- und Entwicklungsprojekte

MUG,MAGIC, übersetzererzeugende Systeme

Prof. Dr. Jürgen Eickel
Mag. Phil. Riita Höllerer
Walter Lahner

Ausgehend von der Entwicklung und Implementierung von Generatoren zur syntaktischen Analyse in den 60er Jahren wurden in den 70er Jahren im Rahmen eines Sonderforschungsprojekts verschiedene Übersetzergeneratoren unter der Bezeichnung MUG (Modularer bzw. Münchner Übersetzer-Generator) entwickelt, die alle Phasen eines Übersetzers generativ unterstützen (Abbildung 2). Seit 1975 wird MUG u. a. regelmäßig in Kursen zu etwa 50 Studenten zur Erstellung von verschiedenartigen Compilern eingesetzt. Als Sprachkonzepte werden u. a. auch Kommunikations- und Synchronisationsmechanismen gewählt. mechanismen gewählt.

Neben klassischen operativen Quellsprachen werden auch logische, funktionale und objektorientierte Sprachen spezifiziert und untersucht. Ein wichtiger Aspekt ist dabei Parallelität und Verteiltheit. Auf Zielsprachenebene wird die Spezifikation und Generierung von Code für parallele Architekturen sowie Optimierung durch Nutzung von Daten- und Speichercaches untersucht.

In den 80er Jahren wurde MUG um die Komponente MAGIC (modulare, attributierte, graphische interaktive Spezifikation von Compilern) erweitert, die eine Entwicklungsumgebung für die Erstellung von graphischen Spezifikationen in Form abstrakter, attributierter Objektbeschreibungen darstellt.


Siegfried Schreiber 1.3.1994